Ein begeisterter Schulleiter

Der Wikinger Leif Eriksson hat fast 500 Jahre vor Columbus Amerika entdeckt – ein passender Name für eine Schule, die immer wieder Neuland entdecken will. Das Schulgebäude aus den 70er Jahren, das gleich drei Schulen unter einemDach beherbergt, ist äußerlich nicht unbedingt schön, aber sehr praktisch. Schulleiter Dieter Ruser schwärmt von seiner Schule, wie praktisch die Räume geschnitten sind, die tolle Ausstattung, der ansprechende Außenbereich und der weitläufige Schulhof. Möglich macht das ein aktiver Schulträger und außerdem gibt es ein umfangreiches Förderprogramm, das die Schule als Perspektiv-Schule genießt.

Dieter Ruser, der seit 2003 diese Schule leitet, ist begeistert von der LEG-Schule und ist auch stolz auf die Errungenschaften. Das Thema Digitalisierung, das derzeit viele Schulen beschäftigt, ist an dieser Schule schon seit langem Realität,W-Lan ist in allen Klassen selbstverständlich. Mit der von Schülern geleiteten eigenenDesignfirma „Leifstyle“ werden Klassenschilder entwickelt, es gibt Schulkleidung, Schlüsselanhänger und Cups mit dem Logo der Schule.

Die Leif-ErikssonGemeinschaftsschule hat rund 680 Schüler, ist 5-6-zügig und verfügt über 95 Lehrkräfte.Unter den Schülern sind viele mit Förderbedarf, sie sind aber in nahezu allen Klassen integriert. Die Schule ist eine gebundene Ganztagsschule mit kostenfreien Ganztagsangeboten für alle Schüler/innen. Als DaZ-Zentrum gibt es Sprachunterricht für alle, die Deutsch nicht als Muttersprache haben und daher über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. Eigene kleine Räume stehen für individuellen Unterricht zur Verfügung. Großzügige Teamflure gibt es für alle Jahrgänge.Die LEG-Schule istmit demBerufswahlsiegel zertifiziert, außerdem ist sie Netzwerkschule lüttING und Netzwerkschule „Initiative Starke Schule“.

Ein Rundgang zeigt die Vorzüge

Ein Rundgang durch das Schulgebäude, in dem nicht nur das Thor Heyerdal-Gymnasium und die Lilli-Nielsen-Schule sondern auch auf großer Fläche die Stadtteilbücherei untergebracht sind, verdeutlichst dieVorzüge dieser Schule. Besonders das große Deckengemälde mit seinen gemalten Kindern an derDecke imForumdes Bildungszentrums von Peter Nagel springt ins Auge. Dazu passen auch die großflächigen Werke von Harald Duwe in den Geschossen, beide sind Kieler Künstler und ehemals Professoren der Muthesius-Schule. Das riesige Forum immerhin fast 50 Jahre alten Lampen, die jetzt wieder modern sind, ist einfach beeindruckend. Auf den Etagen befinden sich die großzügigen Teamflure mit den Fachräumen, bestens ausgestattet.

Die Werkräume könnten sich auch in einer Berufsschule befinden, so gut ist die Ausstattung. Dieter Ruser ist damit sehr zufrieden und lobt den aktiven Kieler Schulträger, der für das gute Material und die Räume verantwortlich ist.

Schulleiter Dieter Ruser wirkt viel jünger – seine 62 Jahre sieht man ihm überhaupt nicht an. Das macht wohl der tägliche Umgang mit den Kindern, Jugendlichen und den vielfach jungen Lehrern und Lehrerinnen. Dass seine Schüler/innen zu 80% einen Migrationshintergrund haben, sieht er nicht als Problem, eher als Bereicherung. Die Schicksale gerade der jungen Flüchtlinge und Neubürger berühren ihn und er hat viel Verständnis für ihre Probleme. Dass jetzt Deutsch-Sprachkurse auch für Mütter angeboten werden, ist ein weiterer Schritt zu einer gelungenen Integration. Die gute Vernetzung zu den übrigen Einrichtungen und engagierten Beteiligten in  Mettenhof ist ein weiteres Plus in diesem Stadtteil. Dass Mettenhof viel besser ist als sein Ruf wird auch von Dieter Ruser bestätigt, er ist gerne Schulleiter hier und hat sich seine beeindruckende Begeisterungsfähigkeit erhalten.