Die Geschichte des Gasthofs Levensau (“Schweinsgeige”)

Um die Geschichte der alt-ehrwürdigen Gaststätte Levensau,im Volksmund seit eh und je “Schweinsgeige” genannt,
ranken sich viele Geschichten und Anekdoten.

Seit 2015 wird der Gasthof von den Eheleuten Peter und Heidrun Blase betrieben, die das Lokal von dem legendären
Gastronomen Petersen übernahmen.

Zuvor hatte es geraume Zeit leer gestanden, dann wurde es zwischenzeitlich das Vereinslokal der Motorrad- und
Rockergruppe ‘”Hells Angels” . Dabei handelte es ich jedoch nur um ein relativ kurzes Intermezzo, denn zur Erleichterung der Nachbarn zogen sich die neuen Besitzer alsbald wieder zurück.

Die jetzigen Inhaber verstanden es innerhalb kurzer Zeit, die Gaststätte zu einem beliebten Treffpunkt von Besuchern aus fern und nah zu machen. Dabei kamen ihnen ihre langjährigen Erfahrungen zugute, die sie in einer der ältesten Lokale in Kiel gemacht hatten, nämlich in der “Wiker Post”, die sie schon im Jahre 1958 gekauft und über 50 Jahre lang bewirtschaftet hatten.

Die vorzügliche deutsche Küche trug zu dem guten Ruf der “Schweinsgeige” ebenso bei wie zahlreiche kulturelle
Aktivitäten. So veranstalten die Wirtsleute Theateraufführungen, Travestie-Shows und plattdeutsche Abende. Die
Gaststätte wurde rasch auch ein beliebter Anziehungspunkt für Oldies-Freunde: Lokale Bands aus Schleswig-Holstein und Hamburg treten in lockerer Folge mit Popmusik aus den 50-er und 60-er Jahren auf. Bei solchen Anlässen hilft die Tochter, Jennifer Paasch, gerne bei ihren Eltern. Infolge ihrer charmanten Art kommt ihr Service bei den Gästen gut an.

Sie und ihre Eltern werden von Gästen, die erstmalig das Lokal besuchen, häufig danach gefragt, welche Bewandtnis
es mit der Bezeichnung “Schweinsgeige” habe. Dazu gibt es zwei verschiedene Versionen:

Die eine lautet, daß der frühere Wirt bisweilen seine Stammgäste animierte, eine Runde zu schmeißen, indem er
einem Gast in seiner derben Art zurief: “Du alte Schweinsgeige, nun gib mal endlich einen aus !”.

Die eher glaubhafte Herkunft des Begriffes geht jedoch dahin, daß der Wirt beim Skatspielen, wenn er ein gutes
Blatt erwischt hatte, zu den Mitspielern sagte: “Ihr Schweinsgeigen, ich geige Euch jetzt einen.”

Das nebenstehende Foto, das im Original im Gastraum zu sehen ist, zeigt die wortwörtlichen Darstellung eines Geige
spielenden Schweines.